Matthias Habich, Jahrgang 1940, begann 1967 seine Theaterlaufbahn mit Engagements an verschiedenen Bühnen, darunter die Münchener Kammerspiele, das Schauspielhaus Zürich und das Renaissancetheater Berlin. Neben wichtigen Titelrollen am Theater spielte Matthias Habich in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen wie in der ARD-Serie „Klemperer – Ein Leben in Deutschland“ (1999), in der Verfilmung des Grass-Romans „Die Rättin“ (1997) oder in Margarethe von Trottas Verfilmung von Uwe Johnsons „Jahrestage“ (2000). Für seine Darstellung des Heinrich Cresspahl wurde er mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Im Kino war er außerdem in Caroline Links „Jenseits der Stille“ und in ihrem Oscar-prämierten Film „Nirgendwo in Afrika“ zu sehen, für den er 2002 den Deutschen Filmpreis als Bester Nebendarsteller erhielt. Für seine Rolle in dem Thriller „Das Urteil“ erhielt er 1998 den Adolf-Grimme-Preis. 2005 spielte er die Hauptrolle in der deutsch-polnischen Verfilmung der „Unkenrufe“ von Günter Grass.
Seine Stimme kennt man u.a. aus den Hörspielen Sofies Welt und Fräulein Smillas Gespür für Schnee (beide im Hörverlag erschienen).